H.I.T. in Myanmar – Teil 4: Lernen und Leben in einer Klosterschule. Ein Rundgang durch die PDO High School in Mandalay

Von Sabine Bräuer

Die Phaung Daw Oo Monastic High School, kurz PDO, ist unsere Basis. Sie ist wie ein Dorf inmitten der trubeligen Stadt Mandalay, mit allem, was dazu gehört. Der Mittelpunkt ist es hier eindeutig der Fußballplatz. Den ganzen Tag wird dort gespielt. Auch andere Ballspiele, Rattan Ball, Tischtennis ohne Platte, Federball sind beliebt.

Wobei – der inhaltliche Schwerpunkt der PDO ist es, kostenfreie Bildung all denjenigen zu ermöglichen, die schwer an Bildung teilhaben können: Kinder aus armen Familien, Waisen, Straßenkinder, Kinder aus Gegenden, in denen keine Schulen sind.

Moderne Unterrichtsmethoden  

Principal U Nagaya wacht lächelnd über seine Schüler.

1993 wurde die Schule von dem Mönch und Schulleiter U Nayaka gegründet. Gestartet wurde mit 400 Schüler und Schülerinnen,  mittlerweile sind es um die 7000. Seit jeher ist das Anliegen der Schule, Bildung mit moderneren pädagogischen Ansätzen zu vermitteln.  Dazu gehören Kleingruppenarbeit sowie Lehrmaterialien, die mehr als ein Auswendiglernen ermöglichen und mittlerweile auch Englischunterricht und IT- unterstütztes Lernen. Die Lehrerfortbildung ist ein wichtiger Baustein. Volunteers, freiwillige Helfer aus vielen englischsprachigen Ländern finden hier ein sehr sinnvolles, weil nachhaltiges Betätigungsfeld. Vieles befindet sich in den Anfängen, doch der gute Geist, die Vision, ist immer zu spüren.

Die Novizen, die junge Mönche der PDO, werden von ihren Lehrern ermuntert, am Mandalay Hill, einem beliebten Ausflugsziel, Touristen anzusprechen und so ihre Sprechkompetenz zu erweitern, ein sehr praktisches Lernen! In dem Büro von Schulleiter und Principal U Nayaka ist immer etwas los. Hier werden Gäste empfangen und zu einem Rundgang eingeladen. Das Büropersonal und meistens auch einige Volunteers beschäftigen sich hier an einem großen Tisch mit ihren Aufgaben.

Eine Klasse hat 50 Schüler

Beim Rundgang durch die PDO kommen wir an Schulgebäuden mit unzähligen Klassenzimmern vorbei. Eine Klasse hat um die 50 Schüler. Es gibt auch einen Kindergarten für Kinder ab vier Jahren sowie eine Vorschule, die auch ältere Kinder bis zu acht Jahren besuchen. Manche davon sind erst später in die PDO gekommen und werden auf die Schule vorbereitet. Eine Bücherei mit Nutzungszeiten für jede Klasse rundet das Lehrangebot ab. Eine Arztpraxis sorgt für eine medizinische Grundversorgung.

Gegessen wird im Klassenraum

Ein Teil der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte, ca. 1000, wohnen auch hier. Es gibt Schlafräume für Novizen, ein Waisenhaus mit ungefähr 200 Kindern, das Golden House, in dem Schülerinnen und Studentinnen leben und auch zwei „Guesthouses“ für die Volunteers. Eine Küche versorgt diejenigen, die hier wohnen. Zusätzlich bieten kleine Garküchen und Läden ihr Angebot für wenig Geld  wenig Geld an.

Novizen sammeln Almosen
Die Jungmönche sorgen selbst für ihre Ernährung. Sie gehen am Morgen mit ihren Bettelschüsseln los und erhalten von den Händlern und Bewohnern der Umgebung Speisen, Geld und manchmal sogar ein Federballspiel.

Die Hauptfinanzierung der PDO wird über Spenden gewährleistet, von Regierungen wie Australien und Deutschland, von verschiedenen Stiftungen wie zum Beispiel dem Förderverein Myanmar, der auch das Projekt der H.I.T.-Stiftung Kinderbrillen unterstützt.

 

 

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